Bodenarbeit: Für mehr Gelassenheit bei Kind und Pferd

Vertrauen fördern, Bindung eingehen und gemeinsam wachsen. Die Bodenarbeit ist ideal geeignet, um Kind und Pferd enger zusammenzubringen oder die Grundlagen für das spätere Reiten oder die Dressur zu erlernen. Aber was genau wird unter Bodenarbeit eigentlich verstanden?

Die Bodenarbeit bezeichnet grundlegend alle Übungen und Trainingseinheiten, bei der Sie am Boden bleiben, sprich nicht im Sattel sitzen. Das Pferd wird hierbei mit einem Führstrick herumgeführt und durch die verschiedensten Übungen geleitet. Die Bodenarbeit dient im Primären dazu, das Pferd an die Kommunikation mit Ihnen zu gewöhnen und Vertrauen aufzubauen. Da Pferde ein Erfolgserlebnis gleichermaßen wie Menschen wahrnehmen, steigt die seine Motivation mit jeder erlernten Übung. Die Bodenarbeit bietet Ihnen die Möglichkeit, dem Pferd alles in Ruhe zu erklären, Schritte und Trainingseinheiten abzulaufen und zu wiederholen. Dies erleichtert besonders das Erlernen neuer Aufgaben, immerhin kann das Pferd so viel mehr anhand Ihrer Körpersprache sehen und entsprechend reagieren.

Vor allem Kinder drücken sich sehr offen in ihrer Körpersprache aus, was sich ideal für die Meister im Lesen dieser eignet. Auch wenn sich die Kleinsten vielleicht noch nicht ganz sicher auf dem Rücken der Größten fühlen, vom Boden aus können selbst jüngere Kinder einem Pferd einfache Übungen sicher und souverän beibringen. Somit gehen sie eine Beziehung zu dem Pferd ein und schaffen gleichzeitig eine gemeinsame Basis für das gegenseitige Vertrauen. Die Bodenarbeit ist daher ideal für Anfänger geeignet, kann helfen sich später sicherer im Sattel zu fühlen und besser zu verstehen, wie sich das Pferd bewegen wird.

Pferde haben eine ganz besondere Veranlagung, um die Körpersprache von Menschen zu lesen. Bereits an subtilen Haltungen und Gesten verstehen sie, was wir von ihnen möchten und welche Aufgaben sie erfüllen sollen. Umgekehrt kann die Bodenarbeit helfen, dass auch der Mensch das Pferd besser lesen lernt und vielleicht auch zu einem regelrechten Pferdeflüsterer wird. Nach einigen Übungen ist es bereits möglich, dem Pferd mit den einfachsten Gesten oder sanftem Antippen die komplexesten Bewegungen zu entlocken.

Als Ausrüstung wird hierbei nur wenig nötig. Ein Halfter oder ein Kappzaum, ein Führstrick oder ein Bodenarbeitsseil, ein Carrotstick oder eine Dressurgerte, festes Schuhwerk und Handschuhe sind schon alles, was man neben einem ausreichend großen und bestenfalls ebenerdigen Platz braucht. Nichts, was die meisten Pferdeliebhaber und Ställe nicht schon hätten also.

Bei Feegold setze ich in der Bodenarbeit auf meine Hoflieblinge. Ihr sanftes Gemüt und ihre langjährige Ausbildung zu Dressurpferden machen diese besonders attraktiv, vor allem, wenn es um Neueinsteiger in der Bodenarbeit oder Kinder geht. Ganz entspannt und sicher können so auch die Kleinsten lernen, die ganz Großen durch viele Übungen und Bewegungen zu führen.

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