Pferdesprache: Das Pferd richtig verstehen

Englisch? Französisch? Latein? Kann jeder! "Pferdisch" hingegen sprechen wohl die wenigsten. Na gut, wirklich sprechen, tut man es wohl nicht, denn die gesattelten Nutztiere kommunizieren hauptsächlich durch Körpersprache. Das bedeutet jedoch nicht, dass Pferde schweigsame Tiere sind, denn dass charakteristische wiehern, quieken und brummen gehört zu den Satteltieren untrennbar dazu. Doch was bedeutet all das? Und wie kann man mit unseren vierbeinigen Freunden kommunizieren? All das möchten wir Ihnen im Nachfolgenden erklären.

Wenn Sie ein tiefes Brummen hören, dann rufen die Stuten ihre Fohlen oder begrüßen sich erwachsene Tiere untereinander. Doch einige Pferde nutzten das tiefe Brummen auch, um ihren menschlichen Freunden „Hallo!“ zu sagen. Sind die Gesprächspartner zu weit entfernt, dann müssen sie die Distanz überbrücken. Im Gegensatz zu uns Menschen, können die sozialen Nutztiere natürlich nicht winken, um trotzdem über eine längere Entfernung zu kommunizieren, stoßen die Tiere ein lautes Wiehern aus. Hören Sie ein Pferd schrill quieken? Dann ist die Lage ernster, denn das Pferd ist sauer und lässt ein Kampfschrei von sich. Nehmen Sie lieber Abstand und warten Sie, bis es sich vollständig beruhigt hat.

Wie einleitend formuliert macht die verbale Kommunikation nur einen kleinen Teil aus. Tatsächlich spielt die Körpersprache eine viel größere Rolle. Anhand von nonverbalen Signalen können Sie erkennen, ob Ihr Pferd aufgeregt, entspannt oder Schmerzen hat. Liegen die Ohren leicht nach hinten geneigt, scheint das Pferd entspannt zu sein.
Zeigen die Ohren hingegen zur Seite könnte das Pferd möglicherweise gelangweilt sein, wohingegen gespitzte, steil aufgerichtete Ohren auf Konzentration und Interesse hindeuten können.

Neben den Ohren bietet das Maul eine gute Quelle, um etwas über das Wohlergehen des Pferdes zu erfahren. Sind die Lippen des Pferdes beispielsweise zusammengekniffen, so sollten Sie es genau beobachten, da das Tier eventuell Schmerzen haben könnte und sich nicht wohlfühlt. Ist das nicht der Fall und die Lippen hängen locker runter, dann ist es am entspannen und ruht sich aus.

Wie beim Menschen sind auch beim Pferd die Augen der Spiegel der Seele. Sind die Augen trübe und weisen steile Falten auf, können Sie davon ausgehen, dass sich das Tier unwohl fühlt und möglicherweise Schmerzen hat. Wache, glänzende Augen deuten darauf hin, dass es dem Pferd gut geht! Pferde sind hochsoziale Tiere und das Verständnis über die Art und Weise, wie sie ihre Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken, kann im Umgang mit den majestätischen Satteltieren von Vorteil sein. Selbstverständlich gibt es noch viel mehr Regungen, die bei der Kommunikation mit und unter Pferden eine Rolle spielen. Wenn sie Pferde besser kennenlernen möchten, empfehlen wir Feegold!

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